Aus unserer letzten Podcastserie in Westernohe ist noch ein Podcast übrig, den ich euch ganz besonders ans Herz legen möchte.
Ich habe Gregor Martynus — Pfadileiter aus dem Stamm Dom Helder Camara, Bruchköbel — getroffen und mit ihm ein Interview geführt, das auf den Punkt bringt, was ich mit diesen Podcasts ans Licht bringen möchte: Pfadfinderei bringt einem persönlich etwas für sein Leben.
Tipp zur Leiterausbildung: Das beschreibt Gregor so treffend, dass wir in unserem Stamm dieses Interview schon genutzt haben, um gemeinsam über das "Was bringt mir Pfadfinder" zu sprechen. In der ersten Leiterrunde, in der drei neue Leiter dabei waren, war Gregors Statement eine gute Vorlage für eine interessante und anregende Diskussion. — Probiert es selbst einmal in eurer Leiter- und Roverrunde! Ab Minute 5 geht es los :-)
3:21 ScoutPress für die Stammesseite für interne und externe Kommunikation.
3:33 Projekt: Alle Stufen in Öffentlichkeitsarbeit einbeziehen. Gregor hat schon etwas ähnliches erfolgreich für Grundschulen gemacht.
Schlagwort Medienkompetenz als Fertigkeit der Zukunft
5:49 Die DPSG-Ausbildung als Motivationsschub: "…haben mich als Pfadileiter und in meiner selbständigen Arbeit ein ganz großes Stück nach vorn gebracht…"
7:13 Die Fertigkeiten der Pfadfinderei helfen im Berufsalltag…
7:49 Das Gleichnis vom Spinat… und ein Statement pro Woodbadge
9:27 Was hat sich durch die Ausbildung an deiner Art zu leiten verändert? Von 5 auf 20 Grüpplinge…
11:13 Wie kann man Leiter gewinnen: Auch benennen, was es einem selbst bringt.
12:22 Exkurs und Vergleich: Wenn man auf Management-Seminare lernt, ich-Botschaften und Reflektionen einzusetzen… — als Pfadfinder lernt man Sozialkompetenz und Hilfsmittel für den (Berufs-)Alltag.
Tobias Then und Gregor Martynus nach dem Interview in Westernohe
Zum Abschluss wieder vielen Dank an die Firma Jordans & Hompesch Beschallungstechnik aus Langerwehe, die uns für Westernohe ein tolles Mikrofon ausgeliehen hat!
Jetzt hat er für die entwürfe 3/07 (direktlink als PDF) über den aktuellen Stand seiner Erfahrungen geschrieben. Ein sehr interessanter Artikel der sich zu lesen lohnt (Seite 28 bzw 15 im PDF).
Wir sind überzeugt, dass der pädagogische Ansatz in der DPSG sehr vielversprechend ist. Lernen aus Erfahrung zum Beispiel. Programme, die die zunehmende Selbstständigkeit der Agierenden zum Ziel haben. Das Agieren in kleinen und großen Gruppen. Die klare Delegation von Verantwortung. Aber wer weiß davon schon in der „normalen“ Welt.
In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal besonders auf die verwandten Artikel verwiesen, die ihr über die Themen-Navigation findet. Zum Beispiel zum Thema Beruf und Bewerbung.
Unter klimaschuetzer.de findet ihr ein paradebeispiel für gut Desinformationspolitik der Atomlobby. Mit hervorragend idyllischen Fotos werden Kernkraftwerke als Klimaschützer der Woche präsentiert.
Diese Argumentation ist wirklich geschickt zur Zeit der Klimadiskussion platziert — und eine noch bessere Verschleierung von Wahrheiten, wie das Greenpeace-Magazin 5/07 prägnant in seiner "keine Anzeige" aufdeckt:
Der Klimawandel ist uns ein willkommener Anlass für eine Desinformations-Kampagne, die das ramponierte Image unserer Branche aufpolieren soll. Also verbreiten wir intensiv die Lüge, Kernkraftwerke würden "null" CO2-Emissionen verursachen. Und verschweigen einfach, wie viel Kohlendioxid der AKW-Betrieb indirekt bei Uranförderung, Anreicherung, Anlagenbau etc. frei setzt – nämlich rund 31 Gramm pro Kilowattstunde (durchschnittlicher Wert für deutsche Meiler, Öko-Institut 2007). Nicht nur Windräder sind da klimafreundlicher, sondern auch Erdgas-Blockheizkraftwerke. Denn die nutzen auch die anfallende Wärme – die in AKWs einfach verpufft.
Ein grafisch liebevoll und inhaltlich sehr gut gemachtes Video von einem US-Menschen, das zwei schöne BuzzWords aus der Klimawandel-Diskussion in den Fokus rückt:
Es gehe vor allem um Risikomanagement… und das Problem sei nicht das eine Grad wärmer, sondern die globale Klima-Destabilisation.
Beim Schauen dieses Videos fühlte ich mich außerdem wieder ertappt — ähnlich wie bei Al Gores Film eine unbeqeuem Wahrheit –, dass es offensichtlich immer noch primäres Kommunikationsziel sein muss, das Problem in die Köpfe zu bekommen und zu akzeptieren. Oder sind wir in Deutschland schon weiter und können tatsächlich schon über Lösungen sprechen? :-)